Wir arbeiten...

- situativ - Wir nehmen uns Zeit. Jeder Moment ist wichtig und wertvoll.

- partizipativ - Kinder haben ein Recht auf Mitbestimmung - sie gestalten den Alltag mit!

- selbstwirksam - Du schaffst das! Wir geben Kindern Mut alleine zu handeln.

- kompetent - Kinder wissen genau was sie brauchen und haben ein Recht NEIN zu sagen!

- sozial - Gemeinschaft, Mitgefühl, Freundschaft

 

Durch unser ressourcenorientiertes Arbeiten nach den Prinzipien der "neuen Autorität" gelingt es uns schnell, die Kinder dort abzuholen, wo sie gerade stehen. Wir arbeiten stets am Puls vom Kind und immer auf Augenhöhe des Kindes.

Neue Autorität = Halt (!) – gebende Fürsorge

Nach dem „WOFÜR?“ zu fragen, sich empathisch mit dem Kind zu verbinden und gleichzeitig Halt(!) zu geben, ist die Kunst der "Neuen Autorität".

(Jörn Harms, Systemisches Institut Augsburg)

Das Fundament dieser neuen Art des Umgangs zwischen Kind und Erwachsenen bilden die vier Grundbedürfnisse eines Menschen.

Das sind Anerkennung, Zugehörigkeit, Sicherheit und Autonomie.

Genau wie Erwachsene streben Kinder nach der Erfüllung ihrer Bedürfnisse und ihr Verhalten gibt immer Aufschluss darauf, welches dieser Bedürfnisse erfüllt werden möchte.

 

Gefühle sind richtig und wichtig sie sind Hinweisgeber für Bedürfnisse. Freude, Neugierde, Trauer, Angst, Wut und Ekel sind alle wertvoll und MÜSSEN gefühlt und gewürdigt werden, damit sich Mensch gesund und glücklich entwickeln kann (gilt umso mehr für die Kinder, da diese gerade erst lernen, ihre Gefühle wahrzunehmen).

  • Erwachsene haben wichtige Rolle, als Begleiter und Bindungspartner.
  • die „neue Autorität“ sieht einen Wandel von der ER-ziehung vor hin zur BE-ziehung.

In der „neuen Autorität“ sieht das wie folgt aus:

Eine gewaltfreie Einflußnahme gelingt ausschließlich über Beziehung.

Beziehung braucht Nähe.

Nähe braucht Freude und Neugierde.

Freude und Neugierde entscheiden über Interessen und letztendlich über die Handlung eines Kindes.

  • Das Kind entscheidet selbst (manchmal bewusst, manchmal unbewusst) über die eigene Handlung (so wie Erwachsene – Handeln entsprechend eigener Interessen).
  • Die Erwachsenen (Fachkräfte in der Kita, Eltern, Bezugspersonen etc.) entscheiden lediglich über die Orientierung, die sie den Kindern geben. Nicht mehr und nicht weniger.

Die Erwachsenen haben als „Hafen und Anker“… „die Hand am Puls des Kindes“ so Haim Omer.

 

Entsprechend dieser Aussage wird deutlich:

Kind – du kannst mit uns rechnen und du musst mit uns rechnen.

Wir sind für dich da und bieten einen Hafen, den du aufsuchen kannst, wenn du ihn brauchst.

Wir bieten dir die Sicherheit die du brauchst um die Welt zu erkunden.

Dabei sind wir dir so nah, dass wir erkennen, wenn du uns brauchst – unsere Hand ist an deinem Puls (Jörn Harms).

 

Wie wird das umgesetzt:

Durch die vier Ankerspitzen

  1. Selbstkontrolle: Ich kann die Gefühle, Gedanken und Reaktionen des Kindes nicht kontrollieren – aber ich kann meine eigenen kontrollieren. Ich agiere mit Wohlwollen, Besonnenheit und Ruhe. Ich arbeite präventiv um Eskalationen zu vermeiden und ich nutze gewaltfreien Widerstand statt Bestrafung/Drohungen. „Wir wissen, dass wir dich nicht zwingen können, dich nach unserem Wunsch zu verhalten. Wir bleiben in deiner Nähe um auf dich und uns aufzupassen, dich zu unterstützen. Du kannst dich an uns orientieren.“
  2. Struktur: Unser Alltag beinhaltet Routinen, feste Zeiten, Rituale und Umgangsregeln. Dadurch wird das Grundbedürfnis nach SICHERHEIT erfüllt, sowohl bei den Kindern, als auch bei den Erwachsenen.
  3. Präsenz: Ich bin da, sehe was du tust und lasse dich gleichzeitig machen. Mein Umgang mit dir ist offen und zugewandt und ich erkenne, wenn es mir oder dir zu viel wird. Ich bin mir meiner eigenen Gefühle bewusst und weiß damit umzugehen. Ich bin im hier und jetzt mein Fokus liegt auf dem Kind.
  4. Unterstützung: „Nur, wer sich unterstützt fühlt, kann andere unterstützen.“ – Haim Omer

 

3 Stufen der Aufmerksamkeit (notwendig um "neue Autorität" umzusetzen):

  1. Offene Aufmerksamkeit
  • Prävention durch hypothetische Gespräche

 

  1. Gezielte Aufmerksamkeit
  • Achtsame Fokussierung, da das Vertrauen des Erwachsenen gegenüber dem Kind durch vergangene Ereignisse ggf. beeinträchtigt ist
  • Genauere Beobachtung mit Blick auf das inakzeptable evtl. gefährliche Verhalten in den entsprechenden Situationen

 

  1. Schützende Aufmerksamkeit
  • Inakzeptables Verhalten des Kindes nimmt gefährliche/entwicklungshemmende Formen an, die mit „herkömmlichen“ Mitteln nicht lösbar sind
  • Transparenz erhöhen, Kooperation mit Eltern & Netzwerkpartnern intensivieren, Unterstützung für Eltern erhöhen, teaminterne Stärkung, mehr Nähe zum Kind, Ankündigung, Versöhnungsgesten, Wiedergutmachung

 

Wir sind dankbar, diesen Weg gemeinsam mit den Kindern und ihren Familien zu gehen und freuen uns darauf, jedes Kind auf seiner einzigartigen Reise zu begleiten und zu unterstützen.

 

Unser Motto:

„Du kannst mit uns rechnen – du musst mit uns rechnen!“

„Wir mischen uns ein, weil du uns so wichtig bist!“